Archiv der Kategorie: Workshops

Bild Online-Redakteur Schreibszene Schweiz

Schreibszene Schweiz: Neue Online-Redaktoren braucht das Land

Und wieder läuft ein Diplom Lehrgang der Schreibszene Schweiz für angehende Online-Redaktoren und Online-Redaktorinnen. Eine tolle Klasse hat sich da zusammengefunden, um im Hotel Amaris in Olten die 14 Samstage zu absolvieren. Ich bewundere Menschen, die berufsbegleitend noch eine anspruchsvolle Ausbildung angehen. Hut ab!

Spezialistenwissen für angehende Online-Redaktorinnen und Webtexter

Okay; es schaut ja auch was raus dabei. Wenn man von Spezialisten wie Stefan Bommeli, Aurel Gergey oder René Habermacher und anderen Profis wertvolles Fachwissen vermittelt bekommt, lohnt es sich, auch am Samstag aufzustehen. Schliesslich gab es Tipps und Tricks zur Gestaltung von Offline- und Online-Medien, Suchmaschinenoptimierung, technische Grundlagen für erfolgreiche Websites oder Keyword-Analyse und AdWords-Anzeigen und vieles mehr.

Ich durfte die Lektionen Texten fürs Internet und  Content erstellen für den Lehrgang gestalten. Toll, wie engagiert die Teilnehmenden mitmachten. Ich hoffe, dass sie das Beste aus den drei Tagen für sich herausholen konnten.

Für Online-Medien schreiben – eine Disziplin für sich

Klar; beim Texten fürs Medium Internet sollte man sich kurz halten. Sachverhalte klipp und klar auf den Punkt bringen. Doch kurz und knapp heisst eben nicht wenig Text, sondern leicht lesbarer Text in kurzen Sätzen und mit prägnanten Formulierungen. Google empfiehlt pro Inhaltseite rund 400 Wörter. Das ist nicht wenig. Darum braucht es eine übersichtliche Gestaltung und Strukturierung des Textes: Titel, Lead, Absätzen und Zwischentiteln und immer wieder einer Call to Action als Einladung für eine Interaktion. Wo man die Schlüsselbegriffe aus der Keyword-Analyse am besten unterbringt, haben wir auch gleich zusammen geübt und in einer kleinen Projektarbeit angewandt.

Typisch Schreibszene: Lernen und profitieren durch ein konstruktives Miteinander

Alain, Andrea und Janine, Paula, Katrin, Nicole, Natasa und Alina, Malini , Yvonne und Susanna: Euch allen sage ich ein herzliches Dankeschön fürs Mitmachen. Mir hat es Spass gemacht, mit euch zu arbeiten und aus meiner Texter-Praxis ein paar Tipps  mit auf den Weg zu geben.

Kursraum der Schreibszene Schweiz im Hotel Amaris, Olten
Schreibszene zu Gast im Hotel Amaris in Olten

Ich bin davon überzeugt: Die Teilnehmenden eines Workshops oder eines ganzen Lehrgangs profitieren am meisten voneinander. Wir Dozenten können nur Hand bieten und motivieren, selber Wege auszuprobieren. Ihr lernt mehr als vom Dozierenden, wenn ihr die Lösungen eurer Kollegen betrachtet, deren Ideen und Vorschläge analysiert. Und nicht zuletzt lernt ihr durch deren Feedback auf eure eigene Arbeiten. Dazu braucht es natürlich eine vertrauensvolle Atmosphäre im Kurs, den nötigen Respekt voreinander und den nötigen Willen, voneinander zu lernen und miteinander Lösungswege zu finden. Ich habe das Gefühl in eurem Team lebt dieser Geist. Das finde ich wunderbar und hoffe, ihr erlebt das auch so.

Im März geht’s an die Diplomarbeit

Meine drei Tage im Lehrgang sind vorüber, bleibt noch, euch per E-Mail zu unterstützen, wenn ihr mögt. Viel Spass wünsche ich euch in den weiteren Modulen des Online-RedaktorInnen-Lehrgangs der Schreibszene Schweiz und dann natürlich einen erfolgreichen Diplom-Abschluss. Vor allem aber wünsche ich euch immer wieder viel Freude am Schreiben. Und natürlich am Schreibdenken, das wir miteinander kennengelernt haben. Mich nimmt es ja wunder, ob ihr diese wertvolle Denk-, Lern- und Schreibmethoden im Alltag anwendet. Lasst wissen!

Eine Teilnehmerin dieses Schreibszene Lehrgangs schrieb es in ihrer Evaluation:  „Man sieht sich immer zweimal im Leben.“  Ich würde mich freuen.

photo credit: oponaut P1MO  via photopin (license)

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Workshop Schreibdenken in Oberwil verschoben

Den angekündigten  Workshop „Schreibdenken“ vom 8./9. April in der Freizeitanlage Oberwli mussten wir leider verschieben. Wer sich schon angemeldet hat, wird von Martin Meier der Oberwiler Kurse direkt informiert.

Den nächsten Workshop zum Thema Schreibdenken haben wir auf den 16./17. September 2016 gelegt.

Wer teilnehmen möchte, kann sich ab sofort bei mir unter info@kaufmann-werbung.ch oder direkt bei den Oberwiler Kursen unter info@oberwilerkurse.ch anmelden.

Lesen Sie auch den Erlebnisbericht aus der Freizeitanlage Oberwil:

Wie weiss ich was ich denke, bevor ich gelesen habe, was ich schreibe.

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Wie weiss ich, was ich denke, bevor ich gelesen habe, was ich schreibe?

Dieser Untertitel zum Workshop Schreibdenken hat es in sich. Leider stammt er nicht von mir. Die Idee dazu hatte Martin Meier, der ja die Kursprogramme für die Freizeitanlage Oberwil redigiert bzw. selber schreibt. Und er hat ins Schwarze getroffen damit und etwas vorweggenommen, was tatsächlich im Kurs passierte..

Beim Workshop im letzten September haben viele diesen Titel lobend erwähnt. Eine Person gab offen zu: „Was mich sofort gepackt hat, war dieser Titel – irgendwie geheimnisvoll, verwirrend. Da wollte ich mehr dazu erfahren.“ Bis heute, bekomme ich lobende Worte für diese Headline, die ja nicht mal von mir stammt.

Die Magie guter Headlines

Das zeigt, wie wichtig gute Überschrifte sind, um Aufmerksamkeit zu erhalten. Meine Titelversion lautete damals: „Produktiv schreiben ohne Blockaden“. Daran kann nichts falsch sein, dachte ich: Schon im Titel bringe ich den Nutzen für die Teilnehmenden auf den Punkt. Denn darum geht’s ja, wenn wir die Schreibprozesse optimieren: Wir schreiben effizienter, sind produktiver beim Texten.

Und im zweitägigen Workshop legten wir grossen Wert, die einzelnen Schritte im Schreibprozess kennen zu lernen: Von der Schreibeinstimmung über das Entwickeln von Ideen, das Strukturieren, Rohtexten und Reflektieren bis zum so oft unterschätzten Überarbeiten – jeder Schritt ist wichtig und braucht die nötige Aufmerksamkeit der Schreibenden. Wir betrachteten verschiedene Notizstrategien, die helfen, unsere Gedanken möglichst gut zu bewahren. Wir übten kreative Methoden, um die Gedanken überhaupt fliessen zu lassen und so auch möglichen Schreib-Blockaden entgegen zu wirken. Das alles hilft, besser und produktiver zu schreiben. Mein Titel passte also ganz wunderbar. Siehe auch: Wenn vier Menschen schreibdenken.

Schreibend sich selber auf die Spur kommen

Martin suchte für die Kursausschreibung nach dem Besonderen, nach etwas, an dem man hängen bleibt und schrieb: „Wie weiss ich, was ich denke, bevor ich gelesen habe, was ich schreibe?“ Als hätte er eine Vorahnung gehabt, was am zweiten Tag dieses Kurses tatsächlich passieren würde…

Wir machten einen Fokussprint zum Thema Freundschaft.  (Bei einem Fokussprint schreibt man möglichst assoziativ über ein bestimmtes Thema – die Gedanken und Worte sollen dabei sprudeln, der Stift möglichst nicht abgesetzt werden. Erst beim Durchlesen geschieht die Reflexion.)

Also schrieb eine Teilnehmerin im Sprint, wie wichtig für sie Freunde und Freundinnen sind und wie wertvoll die Freundschaft von Menschen für sie in einer schwierigen Lebensphase war.  Bei der Diskussion in der Gruppe unterstrich die Frau nochmals ihre Absicht, einen Text über die positive Kraft der Freundschaft schreiben zu wollen. Doch beim assoziativen Schreiben während des Sprints, schlich sich, fast unbemerkt ein Satz hinein, der uns alle zum Staunen brachte: Sie schrieb fast eine Seite lang, wie schön es war, dass sie auf so viele Menschen zählen konnte, auf Mitarbeitende und Bekannte, von denen sie gar nicht so viel Anteilnahme und Rückhalt erwartete. Und dann in einem kleinen Nebensatz: „Nur XY liess mich fallen – und das machte mich sehr traurig.“

Bei der Diskussion über den Text, bei der es eigentlich ums Überarbeiten, Textstruktur und Dramaturgie ging, erkannte die Frau, dass diese Enttäuschung – auch wenn sie lange zurücklag – doch noch immer stärker war, als sie angenommen hatte. Das spürte sie in diesem Moment und mir schien, sie wurde nachdenklich.

Ich weiss nicht, ob sie ihren Text über Freundschaft später noch fertig geschrieben hat. Und ob zentral das Schöne der Freundschaft geblieben ist oder plötzlich die Enttäuschung über eine zerbrochen Freundschaft im Fokus stand.  Interessieren würde es mich – doch es geht mich nichts an.

Faszinierend für mich ist heute noch, dass sich in dieser Situation, fast am Ende des Workshops, der Titel von Martin erfüllt hatte: Plötzlich ging es in der Diskussion nicht mehr ums Aus- und Überarbeiten eines Rohtextes, sondern um die Tatsache, dass man sich unter Umständen über gewisse Gedanken erst klar wird, wenn man liest, was man darüber geschrieben hat.

Kennt Ihr dieses Gefühl, beim Schreiben weiter zu denken? Schreibend euch über Dinge und Menschen klarer zu werden? Wenn ihr mögt, schreibt davon in einem Kommentar.

Möchtest du an einem Schreibdenken-Workshop teilnehmen? Schreib mir jetzt eine E-Mail. Ich informiere dich dann persönlich, wenn der nächste Kurs in deiner Nähe stattfindet.

Vielen Dank fürs Weitersagen.
Oberwiler Kurse in der Freizeitanlage Oberwil

Oberwiler Kurse – Das neue Programm

Ab sofort kann man sich an den Oberwiler Kursen wieder zu vielen spannenden Workshops und Kursen anmelden. Im letzten Jahr durfte ich zum ersten Mal im schönen Kursraum, idyllisch am Zugersee gelegen, meinen zweitägigen Workshop Schreibdenken durchführen. Und am 8./9. April 2016 lade ich wieder Menschen ein, mit Schreibdenken ihre Schreibkompetenz zu steigern und die verschiedenen Methoden des effektiven Schreib-, Denk- und und Lernwerkzeugs kennen und anwenden zu lernen.  Ab sofort können Sie sich direkt bei der Freizeitanlage Oberwil anmelden.

Abenteuer Schreibdenken

Ich bin gespannt, wer sich in diesem Jahr zum Kurs anmeldet und welche Gruppendynamik entstehen wird. Im letzten Jahr waren wir ein kleines, aber feines Grüppchen und ich denke heute noch gerne an die spannenden, zum Teil überraschend tiefgreifenden Diskussionen zurück.


Lesen Sie hier den Bericht „Wenn vier Menschen schreibdenken“.


Ich freue mich schon jetzt auf den Workshop bei den Oberwiler Kursen

Kennt ihr Schreibdenken schon? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Welches sind eure Lieblingsmethoden? Wann und wo setzt ihr Schreibdenken ein? Lasst es mich wissen und schreibt einen Kommentar.

 

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Schreibdenken an Oberwiler Kursen 2016

Foto Eingang Oberwiler KurseAuch 2016 gibt’s wieder den 2-tägigen Workshop „Schreibdenken“. An den Oberwiler Kursen findet er am Freitag und Samstag, 8./9. April 2016 statt. Stärken Sie an diesen beiden Tagen Ihre Schreibkompetenz und lernen Sie Schreiben als effektives Denk- und Lernwerkzeug nutzen.

Hier finden Sie einige Impressionen vom Schreibdenken in Oberwil im letzten September.

Vielen Dank fürs Weitersagen.